Ellerbeker TV

Handball an der Förde

Bemerkenswertes über Zuschauer und Schiedsrichter von Wilfried Zabel
 
... Wochenende für Wochenende das Gleiche. Schimpfende Zuschauer auf der Tribüne, unflätige, gar gehässige Worte, sogar Drohungen in
Richtung der Unparteiischen. Bei den Erwachsenen ist diese Situation schon Gang und Gebe. Jeder Zuschauer sieht es besser,
weiß es besser als die beiden „Pfeifenköpfe“.
Das Erste, was Nachwuchsschiedsrichter zu hören und zu sehen bekommen, sind empörte Zuschauer, meist Eltern, die – wenn es um
ihren Nachwuchs geht – zu regelrechten Furien mutieren. Bekommen wir dadurch aber bessere Schiedsrichter?
Im Gegenteil: Geht daran nicht der Spaß am Pfeifen gänzlich verloren? Werden unter diesen Umständen überhaupt noch Menschen bereit sein,
das ohnehin nicht leichte Amt des Unparteiischen auszuüben? 
Gerade Jungschiedsrichter – das ist in allen Sportarten so – müssen ihre ersten Erfahrungen sammeln. Dabei unterlaufen ihnen
zwangsweise Fehler. Wenn dann aber der Elternblock wie die Rohrspatzen schimpfen, trägt das nur dazu bei, die Unparteiischen noch
mehr zu verunsichern.
Umso lobenswerter eine Aktion die sich jüngst in einer deutschen Halle ereignete. Ein Betreuer einer Jugendmannschaft zückte die „Grüne Karte,
nutzte die Zeit aber nicht, um mit seinen erwartungsvoll herbeieilenden Spielern zu sprechen, sondern schritt „schnurstracks“ auf die Tribüne zu
und sprach mit „seinen“ Eltern. Er machte diesen unmissverständlich deutlich: Hier pfeifen „Auszubildende“, die etwas lernen wollen und sollen.
Wer nicht ertragen kann, dass bei der Spielleitung Fehler gemacht werden, der möge die Halle verlassen“, sprach´s und ließ verdutzte Eltern zurück.
Diese lobenswerte Aktion macht deutlich:
Gerade die jüngsten Schiedsrichter müssen geschützt werden. Da sind manchmal auch unkonventionelle Aktionen gefragt. Wie würden wohl
die (selben) Eltern schimpfen, stehen künftig die Mannschaften in der Halle, aber es sind keine Schiedsrichter da...